Interview mit Martin Döll

Die Aufgabenschwerpunkte eines Objektleiters in der Gemeinschaftsverpflegung liegen in der Organisation, Koordination und Überwachung der Tätigkeiten in der Produktion der Gemeinschaftsverpflegung für mehrere Produktionsstandorte mit ca. 3000 Essen am Tag, sowie der Personaleinsatzplanung und -führung. Weitere Hauptaufgaben sind die Planung und Durchführung von Teamsitzungen, die Umsetzung und Überwachung der gesetzlichen Vorschriften z.B. die Sicherstellung der HACCP-Maßnahmen, der Arbeitsschutzvorschriften sowie der Materialversorgung in den Produktionsküchen.

EAD:
Was ist Ihre Aufgabe beim EAD?

Herr Martin Döll:
Ich bin Objektleiter in der Gemeinschaftsverpflegung und kümmere mich um die Organisation und Koordination der Speisenproduktion. Wir haben insgesamt 8 Produktionsstandorte und zusätzlich 3 Ausgabeküchen mit eigenem Personal. Wir bereiten täglich etwa 3000 Essen zu. Auch zu meinen täglichen Aufgaben gehört es, die Arbeitsabläufe zu koordinieren und zu optimieren, sowie die Personaleinsatzplanung und Personalführung zu übernehmen. Darunter fallen alle operativ eingesetzten Beschäftigten der Gemeinschaftsverpflegung. Des Weiteren besteht mein Tagesablauf daraus, die Dienstpläne zu erstellen, Krankmeldungen aufzunehmen und unsere Teamsitzungen durchzuführen, um alle Beschäftigten auf einen Stand zu bringen. Außerdem nehme ich Schadensmeldungen aus den Standorten entgegen, wenn beispielsweise Geräte defekt sind, kümmere mich um die Materialversorgung, also tätige Bestellungen für zum Beispiel Reinigungsmittel. Ich bin auch zuständig für die Speiseplanung. Hierbei versuche ich neue Produkte und Gerichte miteinzuplanen. Der Speiseplan wird sowohl für die Kitas und Schulen, als auch für die Kantine des EAD und EDW genutzt.

EAD:
Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Objektleiter in der Gemeinschaftsverpflegung aus?

Herr Martin Döll:
Es gibt bei mir keinen typischen Arbeitstag, jeder Tag gestaltet sich unterschiedlich, aber meistens ist es so, dass ich vormittags die Personalplanung vorbereite, sodass wir die Produktion gewährleisten können. Es ist hierbei immer viel Flexibilität gefordert bis die Essensausgabe am Mittag losgeht, da es doch auch immer zu personellen Ausfällen kommen kann. Am Nachmittag erledige ich die organisatorischen Themen, wie zum Beispiel die Planung der Teamsitzung.

EAD:
Welche Eigenschaften sind bei Ihrer Aufgabe besonders wichtig?

Herr Martin Döll:
Ich finde einen gastronomischen Hintergrund wichtig und es ist auf jeden Fall von Vorteil, Personalführungserfahrung zu besitzen. Auch wichtig finde ich Offenheit, Toleranz und Flexibilität.

EAD:
Welche Faktoren machen für Sie die Tätigkeit als Objektleiter in der Gemeinschaftsverpflegung besonders spannend? Was macht Ihnen besonders Spaß an Ihrer Arbeit?

Herr Martin Döll:
Die Vielfalt der Tätigkeiten und die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Menschen.
Es ist sehr spannend, den Einblick in die Planung und Gestaltung, aber auch im operativen Bereich zu haben. Der Teamzusammenhalt und Austausch bei uns in der Abteilung funktioniert sehr gut.

EAD:
Weshalb haben Sie sich für die Position entschieden? / Wie sind Sie dazu gekommen?

Herr Martin Döll:
Ich habe nach meiner Schulzeit zunächst Lehramt studiert, aber nach einiger Zeit gemerkt, dass ich damit nicht auf Dauer glücklich werde. Durch ein Praktikum in der Küche habe ich mich dazu entschieden eine Ausbildung zum Koch zu absolvieren. Nachdem ich dann in der Privatwirtschaft in verschiedenen Bereichen gearbeitet habe, ist mir die Stellenanzeige im EAD zum Koch aufgefallen, woraufhin ich mich vor etwa 4 Jahren beworben habe und auch eingestellt wurde.
Mir wurde dann vor 2 Jahren die Objektleitung in der Verwaltung angeboten, die ich auch angenommen habe, da ich immer offen für Veränderungen und auch verantwortungsvolle Tätigkeiten bin.

EAD:
Gibt es Situationen im Berufsalltag, die Sie besonders zufrieden machen?

Herr Martin Döll:
Wenn wir positives Feedback von unserem Personal und unserer Kundschaft bekommen. In manchen Schulen gibt es beispielsweise ein Chip-System, in dem die Kinder ihr eigenes Feedback zum Mittagessen abgeben können.

EAD:
Was schätzen Sie an Ihrem Job beim EAD?

Herr Martin Döll:
Ich schätze sehr, dass sich Familie und Beruf vereinbaren lassen. Das wird vor allem möglich gemacht durch die geregelten Arbeitszeiten und auch noch mehr durch die Arbeit in der Verwaltung, da ich hier die Möglichkeit der eigenverantwortlichen Einteilung meiner Arbeit habe. Ich finde die Rahmenbedingungen im Öffentlichen Dienst sehr gut.