Die Abteilungen des EAD

Seit Jahren gewinnen die Sauberhaltung der öffentlichen Straßen, Gehwege und Plätze sowie die Reinigung der städtischen Grünanlagen innerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt an Bedeutung. Eine steigende Einwohnerzahl, ein verändertes Konsumverhalten und die stärkere Nutzung des öffentlichen Raums hinterlassen Spuren: Die Zunahme des einzusammelnden Mülls und das sogenannte "Littering" beschäftigen die 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenreinigung jeden Tag. Mithilfe von Besen, Rechen, Greifzangen und anderen Gerätschaften entfernen sie, was nicht den Weg in die knapp 1.100 öffentlichen Papierkörbe gefunden hat.

Ca. 70 Prozent der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze in Darmstadt werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßenreinigung gesäubert. Grundlage hierfür ist die Satzung über die Straßenreinigung in der Stadt Darmstadt. Aufgeteilt in zehn Reinigungsbezirke arbeiten die Beschäftigten des EAD in Kleingruppen. Sie leeren die im ganzen Stadtgebiet aufgestellten Papierkörbe, und mit Hilfe von Groß-, Mittel- und Kleinkehrmaschinen reinigen sie Woche für Woche eine Fläche, die 1.015 Kilometern entspricht. Übrigens: Für die Reinigung der in der Satzung nicht erfassten Straßen, Wege und Plätze sind die jeweiligen Grundstücksanlieger zuständig.

Um den Schadstoffausstoß und die Lärmemissionen ihrer Fahrzeuge und Geräte zu verringern, setzt die Straßenreinigung für die Entleerung der öffentlichen Papierkörbe in der Innenstadt seit 2007 Elektrokleinfahrzeuge ein. Komplettiert wurde die emissionsfreie Reinigung der Innenstadt mit der Anschaffung einer Elektro-Kleinkehrmaschine und eines elektrobetriebenen Stadtmüllsaugers. Ebenfalls elektrobetrieben: Die Blasgeräte, die die Straßenreinigung seit 2012 zur Reinigung von schwer zugänglichen Bereichen sowie zur Laub- und Blütenbeseitigung nutzt, und auch die als Rasentrimmer bekannten Freischneider, die zur Wildkrautbeseitigung an Gehwegen und Plätzen verwendet werden.

Nicht jeder Papierkorb wird gleich stark genutzt. Um unnötige Anfahrten und damit auch Zeit und Geld zu sparen, wurden vor drei Jahren im Umfeld des Hauptbahnhofs 29 Unterflurbehälter mit Füllstandsensoren ausgestattet. Diese messen in regelmäßigen zeitlichen Abständen den exakten Füllgrad jedes Behälters. Die Disposition der Straßenreinigung erkennt somit jederzeit, welcher Behälter voll ist und geleert werden muss.

Neben der Straßenreinigung führt der EAD den Winterdienst auf den Straßen und Radwegen Darmstadts durch. Das ca. 360 Kilometer lange Straßen- sowie 120 Kilometer umfassende Radwegenetz wird mithilfe von elf Groß- und 13 Kleinfahrzeugen geräumt und gestreut. Dabei kommt die neueste Streutechnik zum Einsatz, um einen ressourcenschonenden Winterdienst zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass die Menge der ausgebrachten Streustoffe mithilfe eines Telematik-Systems überwacht wird. So kann die Einsatzleitung sofort feststellen, ob z.B. die richtige Menge Feuchtsalz eingesetzt wird.

Die gewerbliche Straßenreinigung und der gewerbliche Winterdienst des EAD richten sich an private Kunden und Unternehmen sowie andere Ämter der Stadt Darmstadt. Über die Reinigung von Straßen, Wegen, Plätzen und Firmengelände mit dem dazugehörigen Winterdienst hinaus führt der EAD auch Tunnelreinigungen durch. Mit seinem modernen Fuhrpark kann der EAD zudem Mäharbeiten am Straßenbegleitgrün und entlang von Flurgräben übernehmen. Seit April 2020 ist er außerdem mit der Bewässerung von Bäumen und Grünflächen beauftragt.

Das "Krematorium Waldfrieden" erfüllt seit 2001 eine Aufgabe, die immer stärker an Bedeutung gewinnt: eine würdevolle und zeitgemäße Bestattungskultur zu unterstützen. Das "Krematorium Waldfrieden" verfügt über drei Kühlräume und eine Ofenanlage, die zwei sogenannte Kremationslinien umfasst und mit der jährlich bis zu 4500 Kremierungen durchgeführt werden können.

Im Krematorium arbeiten aktuell ein Betriebsstättenleiter und vier Kremationstechniker/-assistenten. Sie sind die Ansprechpersonen für Bestattungsunternehmen und Angehörige von Verstorbenen bei allen Fragen zur Thematik Kremierung. Mit einem konfessionsfrei eingerichteten Andachtsraum bietet das Krematorium Waldfrieden Angehörigen die Möglichkeit, individuell Abschied zu nehmen.

Seit Mitte 2020 werden die Verbrennungsöfen des Krematoriums modernisiert, unter anderem mit dem Ziel, den Energieverbrauch und die Schadstoffemissionen zu optimieren. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Juni 2021 beendet sein.

Als eines der ersten Krematorien in Deutschland führt die Darmstädter Anlage das Siegel "Kontrolliertes Krematorium". Der Arbeitskreis Kommunaler Krematorien (AKK) bescheinigt ihm auf diese Weise die hohe ethisch-technische Kompetenz, die zum Selbstverständnis des Krematoriums Waldfrieden gehört. Das Siegel wird Krematorien verliehen, wenn sie ein umfassendes Regelwerk zur Ethik der Feuerbestattung und des Umweltschutzes beim Betrieb der Anlage beachten und sich durch eine unabhängige Prüfinstanz prüfen lassen.

Darmstadt verfügt bereits seit 1914, also seit mehr als hundert Jahren über ein eigenes Krematorium. Erbaut wurde der Vorgängerbau des heutigen Krematoriums kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Zuvor hatte sich die damals von Oberbürgermeister Wilhelm Glässing geführte Stadt entschieden, mit dem Waldfriedhof einen neuen städtischen Hauptfriedhof zu errichten. Laut dem Stadtlexikon Darmstadt fand die erste Einäscherung im Oktober 1914 statt.

Das erste Krematorium befand sich – blickt man vom Friedhofsvorplatz auf den zentralen Friedhofseingang – im westlichen Kuppelbau. Das neue Krematorium wurde dann auf der gegenüberliegenden Seite erbaut. Seit dem 1. Januar 2008 gehört das Krematorium zum EAD.

Alle Informationen zum Krematorium können auch über die erst kürzlich neu gestaltete Website www.krematorium-waldfrieden.de abgerufen werden.

Die Abteilung "Fuhrparkmanagement, Mobilität und Gebäudetechnik" ist innerhalb des EAD und der städtischen Ämter und weiterer Eigenbetriebe verantwortlich für alle Themen aus den Bereichen Fuhrpark, Fahrzeuge, Technik und Mobilität. Zudem betreut die Abteilung auch die Gebäudetechnik an allen Standorten des EAD.

Einst als "Hilfsbetrieb Werkstatt und Betriebshof" gestartet, stellt sich die Abteilung heute den aktuellen technischen Herausforderungen. Mit dem Umzug 2011 auf das Betriebsgelände am Sensfelderweg konnte der Werkstattbetrieb in modernen Räumlichkeiten effektiv und mit zeitgemäßen Techniken und einem Hochvolt-Arbeitsplatz gestaltet werden. Wartungen und Reparaturen der betreuten Kraftfahrzeuge und Lastkraftwagen werden immer komplexer und forderten das neue Berufsbild des Kfz-Mechatronikers, der neben den herkömmlichen mechanischen Aufgaben auch die Herausforderungen der Fahrzeugelektronik beherrschen muss. Neu hinzugekommen sind alternative Antriebstechnologien wie die Elektromobilität, der sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Reduzierung der CO2-Emissionen verschrieben hat.

Die in 2018 beschlossene innerbetriebliche Mobilitätsordnung der Wissenschaftsstadt Darmstadt teilte dem EAD die neue Aufgabe zu, den städtischen Fuhrpark zu einer modernen Mobilitätsbereitstellung umzugestalten. Das Ersetzen von mit Verbrennungsmotor betriebenen PKWs und Transportern durch moderne Elektrofahrzeuge oder der Umbau existierender Fahrzeuge zu Elektrofahrzeugen, das Aufbauen einer adäquaten Ladeinfrastruktur und das Schaffen eines innerstädtischen Fahrzeugpools sind inzwischen regelmäßiger Bestandteil der täglichen Arbeit in der Abteilung.

Fördermittel vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wurden für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen in verschiedenen Segmenten, von Kleinwagen bis zu Transportern und Nutzfahrzeugen, inklusive der entsprechenden Ladeinfrastruktur sowie einer Kleinkehrmaschine mit Elektroantrieb genutzt. Die Anschaffung weiterer Elektrofahrzeuge ist geplant. Außerdem sollen Fahrzeug-Umrüstungen auf Elektroantrieb vorgenommen und die Ladeinfrastruktur erweitert werden. Der stetige Ausbau der Elektromobilität trägt zu einer Luft- und Lebensqualität in Darmstadt bei.

Der EAD unterhält mit dem an den Passivhausstandard angelehnten Hauptgebäude sowie den Gebäuden im Zoo Vivarium, der Kompostierungsanlage, dem Krematorium Waldfrieden und aus der Kooperation mit dem Secondhand-Kaufhaus "KA-GEL – Kaufhaus der Gelegenheiten ®" eine Vielzahl unterschiedlichster betrieblicher Anlagen – für deren Wartung, Instandhaltung und Erneuerung die Abteilung in der Zukunft ebenfalls die Verantwortung trägt.

"Abfall ist nicht immer Müll" ist ein Leitgedanke der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft des EAD. Im Sinne der Kreislaufwirtschaftsidee ist es deren Ziel, aus Abfällen möglichst viele Rohstoffe zu gewinnen, die sich wieder- bzw. weiterverwenden lassen. Ist dies nicht möglich, sollen Abfälle möglichst umweltverträglich entsorgt werden. Denn: Sowohl die Schonung natürlicher Ressourcen als auch der Schutz von Mensch und Umwelt haben höchste Priorität.

Wie Abfälle verwertet und weiterverarbeitet werden, lässt sich auf der Kompostierungsanlage des EAD in der Eckhardwiesenstraße sehen. Dort werden jährlich ca. 13.000 Tonnen Bioabfälle aus der privaten Haushaltssammlung und etwa 3000 Tonnen Grünschnitt zu hochwertigen und zertifizierten Kompostprodukten, Brennstoffen und gehaltvollen Erdenmischungen verarbeitet. Perspektivisch ist auch die Herstellung von Pflanzenkohle geplant.

Auch am öffentlichen Recyclinghof und an der Sonderabfall-Sammelstelle, die der EAD im Sensfelderweg betreibt, stehen die umweltverträgliche Entsorgung und Wieder- beziehungsweise Weiterverwertung von Rohstoffen im Mittelpunkt.

Am Recyclinghof können Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert Bauschutt, Baumischabfälle, Sperrmüll, Holz- und Grünschnitt sowie Metalle und Papier abgeben. Diese werden dann dem Recycling zugeführt. Angenommen werden dort auch Elektrogeräte, die der weiterverarbeitenden Industrie zugeführt werden. Gefährliche Abfälle nimmt die Sonderabfall-Sammelstelle entgegen oder können vom EAD nach einer individuellen Terminvereinbarung auch abgeholt werden. Jährlich sammelt der EAD so etwa 4500 Tonnen gefährliche Abfälle ein.

Dem Recyclinghof angegliedert ist das Tonnenlager des EAD. Hier werden die in Darmstadt benötigten Tonnen montiert, repariert und für die Auslieferung an die Kundinnen und Kunden vorbereitet. Monatlich werden so rund 1.500 Tonnen bearbeitet.

Zur Abfallwirtschaft gehören auch Terminanfragen, Behälterbestellungen und Reklamationen. Diese werden vom Kundeninformationszentrum des EAD entgegengenommen, das sich wöchentlich um bis zu 1.000 telefonische und schriftliche Anfragen kümmert. Dazu kommt eine weitere wichtige Aufgabe: die Beratung der Bürgerinnen und Bürger. Dafür bietet das Kundeninformationszentrum neben Umweltbildungsmaßnahmen in Kindergärten und Schulen auch Führungen auf den Entsorgungsanlagen an, um bereits Kindern und Jugendlichen wertvolle Tipps zur Abfallvermeidung, zur Abfalltrennung und zum Recycling zu geben.

Gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung) betreut das Kundeninformationszentrum des EAD außerdem die "Schenk- und Tausch-Kiste", ein Online-Tauschportal, um auch auf diesem Weg zur Schonung von wertvollen Ressourcen und zur Vermeidung von unnötigem Müll beizutragen.

Sie sind fast jeden Tag in Darmstadt anzutreffen, um buchstäblich den Müll wegzubringen: Die 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallentsorgung des EAD. Letztere unterteilt sich in die hoheitliche und die gewerbliche Abfallentsorgung. Zum gewerblichen Betriebszweig gehört zum Beispiel der bekannte Containerdienst des EAD.

Die im Alltag sichtbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallentsorgung, d.h. die Frauen und Männer in Orange, leeren die Darmstädter Restmüll-, Biomüll- und Altpapiergefäße. Die im Alltag eher "unsichtbaren" Mitarbeiter der Abfallentsorgung planen Fahrzeuge und Personal ein. Sie erstellen außerdem die zahlreichen Tourenpläne, die – Stichwort Abfallkalender – bestimmen, wann in welcher Straße z.B. die Biotonne geleert wird. Gemeinsam stellen Sie im öffentlichen Interesse die Daseinsvorsorge für die Wissenschaftsstadt Darmstadt sicher.

Der Fuhrpark der Abfallentsorgung umfasst 39 Fahrzeuge. Absetz- und Abrollkipper, Frontlader, ein Kranfahrzeug, ein Sattelzug und weitere Fahrzeuge sind im ganzen Stadtgebiet unterwegs, um auch Sperrmüll, Grünschnitt, Elektroschrott und Weihnachtsbäume einzusammeln. Fünf Kleinfahrzeuge sind ständig im Einsatz, um sogenannten wilden Müll zu entfernen und öffentliche Plätze zu reinigen.

Auch die Speisereste- und Altglassammlung gehört zu den Aufgaben der Abfallentsorgung. Und bei Großveranstaltungen wie dem Schlossgraben- oder Heinerfest stellt sie zusätzliche Abfallgefäße bereit und garantiert zusammen mit der Straßenreinigung des EAD deren Leerung und die Reinigung des jeweiligen Festgeländes.

Zum sauberen Stadtbild tragen zusätzlich die Unterflurabfallsysteme bei, die der EAD seit Anfang 2018 in Darmstadt installiert – eine Änderung der städtischen Abfallsatzung durch die Stadtverordnetenversammlung hat es möglich gemacht. Seitdem können Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer den EAD damit beauftragen, Unterflurbehälter für Altglas, Restmüll, Biomüll, Wertstoff und Altpapier einzurichten.

Der Clou dabei: Weil ein Füllstandssensor dem EAD signalisiert, wann ein Behälter geleert werden muss, müssen die Fahrzeuge des EAD seltener "ausrücken". Der EAD spart so nicht nur Sprit und verringert sein Verkehrsaufkommen. Er senkt letztlich auch den Schadstoffausstoß seiner Fahrzeugflotte.

Seit dem Schuljahr 1995/96 erbringt der Schulbusbetrieb des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) im Auftrag des Schulamts der Wissenschaftsstadt Darmstadt täglich eine große Zahl an Transportleistungen. Mit seinen Fahrzeugen bringt der EAD Schülerinnen und Schüler einerseits zu ihren Vorklassen und Förderschulen. Andererseits werden Schülerinnen und Schüler mit den Bussen des EAD sicher und zuverlässig zu Schwimmbädern, Sporthallen und zur Jugendverkehrsschule transportiert.

Der EAD organisiert zudem Fahrten der Förderschulen zum therapeutischen Reiten und koordiniert die notwendige Schulbusbegleitung über externe Dienstleister. Seine Busse können auch von Institutionen gemietet werden, die z.B. eine ein- oder mehrtägige Fahrt für Vereinsausflüge oder Klassenfahrten planen.

Zur Durchführung seiner Aufgaben stehen dem EAD zwei Gelenkbusse, vier Niederflur- und vier Reisebusse zur Verfügung. Mit diesen Fahrzeugen wird täglich für über 400 Schülerinnen und Schüler der Transport zu ihrer Schule gewährleistet. Zu den Schwimm- und Sportstätten werden jede Woche über 2.500 Kinder transportiert.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2020/21 befasst sich der Schulbustrieb des EAD damit, die Zubringerfahrten zu den Förderschulen neu zu planen. Anstelle der bisher eingesetzten vier Busse sollen kleinere Busse mit maximal 23 Sitzplätzen zum Einsatz kommen. Ziel dabei ist es, die Verweilzeit der Schülerinnen und Schüler im Bus zu verkürzen, die Flexibilität deutlich zu erhöhen und den Schadstoffausstoß der eingesetzten Fahrzeuge zu verringern. Um sein Dienstleistungsportfolio deutlich  zu erweitern hat der EAD mit der Firma DFP Personenbeförderung eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um die Dienstleistung der Schülerbeförderung vollumfänglich abdecken zu können.

Eine Bilanz, ein Wirtschaftsplan, drei Steuererklärungen, vier Zwischenberichte, rund 14.000 Eingangsrechnungen, 33.000 Ausgangsrechnungen und 41.000 Gebührenbescheide werden von den 16 Beschäftigten der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen/IT des EAD jährlich erstellt, verbucht und erzeugt. Jedes Jahr werden rund 60 Millionen Euro von ihnen vereinnahmt und ausgegeben. Eine halbe Million Buchungszeilen sind notwendig, damit der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) der Wissenschaftsstadt Darmstadt die erforderlichen Informationen verarbeiten und die jeweiligen Gelder durchleiten kann. Mit anderen Worten: Die Informationsverarbeitung und -technik bilden die Kernaufgabe dieser Abteilung.

Der Ursprung dieser Abteilung geht auf das Jahr 1995 zurück: Damals wurde aus dem städtischen Eigenbetrieb Verpackungsverordnung (EVD) und dem städtischen Fuhr- und Reinigungsamt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, also der institutionelle Vorläufer des heutigen EAD, gebildet. Voraussetzung dafür war – gemäß Eigenbetriebsgesetz – das Vorhandensein einer kaufmännischen bzw. doppelten Buchführung.

Über das Bearbeiten von Rechnungen und das Erstellen von Bescheiden hinaus, fertigt das Finanz- und Rechnungswesen des EAD die jährliche Gewinn- und Verlustrechnung des EAD an. Dabei sind die Vorgaben des Handelsgesetzbuches, die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und die Steuergesetze wie das Umsatz- und das Körperschaftsteuergesetz anzuwenden. Denn gemäß dem Eigenbetriebsgesetz sind dieselben gesetzlichen Regeln wie bei einer mittelgroßen GmbH oder AG anzuwenden. Dementsprechend sind Genauigkeit und Sorgfalt gefragt, denn einmal jährlich kontrolliert eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, alle vier Jahre das Finanzamt Darmstadt und regelmäßig der Hessische Rechnungshof die geleistete Arbeit.

Adressaten des EAD-Jahresabschlusses sind vor allem Externe: Der Abschluss wird zur sogenannten Feststellung dem Darmstädter Stadtparlament vorgelegt; danach können die Bürgerinnen und Bürger in den Jahresabschluss Einblick nehmen. In Abstimmung mit den anderen Abteilungen des EAD erstellt das Finanz- und Rechnungswesen außerdem jedes Jahr den Wirtschaftsplan des EAD, der zur Genehmigung der Stadtverordnetenversammlung und in Teilen auch dem Regierungspräsidium Darmstadt vorgelegt werden muss. Die kommunale Betriebskommission als Aufsichtsgremium des EAD wiederum erhält in jedem Quartal einen Zwischenbericht über die finanzielle Lage des EAD.

Der Bereich Informationstechnik kam 2002 zur Abteilung hinzu. Die Informationstechnik IT mit 7 Beschäftigten kümmert sich um die Bereitstellung von Hardware und Software und das betriebsinterne Netzwerk. Die größte Softwarelandschaft ist das ERP-System, an das fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EAD angebunden sind. Hierüber werden nahezu alle betriebswirtschaftlichen Prozesse geführt.

Angesichts der allgegenwärtigen Digitalisierung ist die Bereitschaft aller Beschäftigten des EAD unumgänglich, sich kontinuierlich auf neue Anforderungen einzustellen. Derzeit betreut die IT rund 150 PC und Laptops/Notebooks. Das Netzwerk des EAD umfasst 13 physikalische Server und 50 virtuelle Systeme, darunter zum Beispiel eine Software für den digitalen Tacho, eine Busplanungs- oder eine Zeiterfassungssoftware. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung kommen etwa 25 Smartphones und 75 Tablets hinzu, die im operativen Bereich eingesetzt werden. Konsequenterweise müssen die Beschäftigten der IT permanent die Verarbeitung, die Sicherung und auch den Schutz aller Daten im Blick behalten. Denn: Jeden Tag wehrt die IT des EAD circa 3.000 Angriffe aus der ganzen Welt auf die Ports ab, die den EAD mit dem Internet verbinden.

Mit dem Wandel des damaligen "Fuhr- und Reinigungsamts" hin zu einem in vielen verschiedenen Bereichen tätigen kommunalen Dienstleister in den vergangenen 25 Jahren ist die Anzahl der Beschäftigten des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) und seiner Tochterunternehmen, d.h. der Darmstädter Entsorgungs- und Dienstleistungs GmbH sowie des Darmstädter Recyclingzentrums, auf aktuell 725 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen. Allein im Vorjahr verzeichnete der EAD 118 Neueinstellungen – davon ca. 21 Prozent in der Verwaltung und ca. 79 Prozent im operativen Bereich. Eine weitere grundlegende Veränderung: Im Jahr 2000 waren unter den 310 Beschäftigten nur 26 Frauen. Heute sind 279 Frauen im EAD tätig.

Diese Veränderung mitzugestalten und organisatorisch abzubilden gehört zu den Kernaufgaben der Abteilung "Personal und Organisation" beim EAD. Vor diesem Hintergrund hat sie ihren Aufgabenbereich Personalentwicklung kontinuierlich weiterentwickelt. In- und externe Fortbildungsmöglichkeiten stellen sicher, dass alle Beschäftigten die Qualifikationen bekommen, die sie für die Ausübung ihrer jeweiligen Tätigkeit brauchen. Hinzu kommen verschiedene Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. So werden in jedem Jahr gemeinsam mit den Beschäftigten Gesundheitsprojekte durchgeführt, um Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und so die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern.

Neben zahlreichen verschiedenen Tätigkeiten in seinen aktuell neun Abteilungen bietet der EAD jungen Menschen mit zehn Ausbildungsberufen die Chance, ins Berufsleben einzusteigen. In den handwerklichen und technischen Bereichen sind dies: Kfz-Mechatronik, Berufskraftfahrer/innen, Straßenbau, Tierpflege, Fachkräfte für Lagerlogistik, für Rohr-, Kanal- und Industrieservice sowie für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. In der Verwaltung werden Kaufleute für Dialogmarketing, für Spedition und Logistikdienstleistung sowie Industriekaufleute ausgebildet. Aktuell sind 22 Auszubildende im EAD tätig. Damit die im Unternehmen ankommen gehen die sogenannten Ausbildungsbotschafter des EAD in die Schulen und stellen dort den Betrieb und dessen Ausbildungsberufe vor. Zu Beginn der Ausbildung findet dann neben einer Begrüßungsveranstaltung ein mehrtätiger Azubi-Workshop statt, in dessen Verlauf die Berufseinsteiger sich untereinander und ihre Ansprechpersonen im Betrieb kennenlernen.

Darüber hinaus steht die Abteilung Personal und Organisation allen Beschäftigten, die etwa zu ihrer Entgeltabrechnung, zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder zum Jobticket haben, jederzeit als Anlauf- und Beratungsstelle zu Verfügung.

Für Jobsuchende stellen die "Personaler" auf der Website des EAD aktuelle Informationen über den EAD als Arbeitgeber bereit. Das 2020 gestartete Online-Bewerbermanagement-System wiederum informiert einerseits über offene Stellen, andererseits können sich Jobsuchende direkt über das EAD-Jobportal bewerben oder einen sogenannten Jobalarm erstellen, der sie automatisch auf neue und auf sie passende Stellenangebote des EAD hinweist.

Seit 2015 sorgt der EAD dafür, dass Darmstädter Kindergarten- und Schulkinder mittags eine warme Mahlzeit erhalten. Es handelt sich dabei um einen wichtigen Service, der es Eltern und alleinerziehenden Elternteilen möglich macht, eine Berufstätigkeit auszuüben.

Seitdem bietet der EAD eine tägliche, abwechslungsreiche Mittagsverpflegung für Darmstädter Schulen und Kindertagesstätten sowie in der eigenen Betriebskantine an. Zu Beginn bereitete der EAD an drei verschiedenen Produktionsküchen täglich durchschnittlich 660 Essen für die Darmstädter Schülerinnen und Schüler zu. Fünf Jahre später waren die Essenszahlen auf rund tausend am Tag gestiegen.

Ein Indikator für die höhere Akzeptanz der Verpflegungsteilnehmenden spiegelt sich auch in den Gästebefragungen wieder, die der EAD einmal im Jahr durchführt. Hierbei bewerten die Schülerinnen und Schüler ihr Essen im Schulnotensystem von eins bis sechs. Der erste Umfragewert 2016 lag bei einem Schnitt von 2,63. Dieser Wert steigerte sich bei der letzten Befragung 2019 auf 2,12. Besonders wichtig sind dem EAD in der Gemeinschaftsverpflegung eine gesunde, qualitativ hochwertige Ernährung und zufriedene Tischgäste. Die Speisen werden von erfahrenen Profi-Köchinnen und -Köchen sowie umfassend geschulten Küchenhilfen nach festgelegten Rezepturen täglich aus besten Zutaten hergestellt.

Der EAD bietet den Tischgästen zwei Menüs. Menü eins orientiert sich am Standard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für den Bereich Schulmensen und Kindertagesstätten. Menü zwei bietet vegetarische Gerichte. Tischgäste mit Lebensmittelunverträglichkeit versorgt der EAD mit gluten- bzw. laktosefreien Speisen. Dieses Rahmenkonzept wird fortlaufend weiterentwickelt. So hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2019 beschlossen, den Anteil an Bio-, Fair-Trade- und regionalen Produkten bei der Mittagsverpflegung schrittweise auf 50 Prozent zu erhöhen.

Die positive Entwicklung führte dazu, dass in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, die gesamte Schulverpflegung in Darmstadt schrittweise über den EAD zu organisieren. Im Zuge dessen arbeitet der EAD an der Bio-Zertifizierung, um seine Gäste mit einem erhöhten Anteil an Bio- bzw. regionalen Lebensmitteln zu verköstigen und die umliegende Landwirtschaft zu stärken. Ab dem neuen Schuljahr 2020/21 gibt es für die Essensaufträge ein "Internetbestellsystem" für einen schnellen und einfachen digitalen Bestellprozess.

Das nächste Projekt der Gemeinschaftsverpflegung im EAD ist die Inbetriebnahme der Mensa nebst Kiosk am Berufsschulzentrum Nord, die im Frühjahr 2021 ebenfalls durch den EAD betrieben werden. Der Kreis der Tischgäste erweitert sich damit um die Berufsschülerinnen und -schüler und die Essensproduktion steigert sich auf 1750 Essen am Tag.

Seit dem 01. August 2010 erbringt der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) hauswirtschaftliche Leistungen in Kindertagesstätten, deren Träger die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist.

Zu Beginn der hauswirtschaftlichen Leistungen vor zehn Jahren gab es im gesamten Stadtgebiet 24 Einrichtungen mit drei Nebenstellen, 1.387 sogenannte Essenskinder täglich und rund 50 dezentral organisierte Beschäftigte – darunter zwei mit einer hauswirtschaftlichen Ausbildung.

Seitdem hat sich viel verändert: Heute versorgt der EAD täglich – einschließlich der Nebenstellen – 35 Einrichtungen mit Frühstück, Mittagessen und Nachmittagsimbiss für 2.353 Essenskinder. 80 Beschäftigte, darunter 32 mit einer hauswirtschaftlichen Ausbildung, eine Hauswirtschaftsmeisterin und zwei Meisterinnen in Ausbildung werden zentral vom Verwaltungssitz des EAD im Sensfelderweg 33 aus koordiniert.

Im Mittelpunkt der hauswirtschaftlichen Leistungen stehen neben der Ernährung die Aufgabenfelder der Hygiene, Wäsche und Reinigung, bei denen zahlreiche gesetzliche Anforderungen zu beachten sind. Die Hauswirtschaftskräfte des EAD sind in den Kindertagesstätten für die Regenerierung, Portionierung und Bereitstellung des Essens – auch mit Zukochen – verantwortlich. In den Einrichtungen, die über einen Caterer versorgt werden, werden die gelieferten Speisen für das Frühstück, das Mittagessen und den Nachmittagsimbiss für die Kinder tischfertig angerichtet. In Abstimmung mit dem Jugendamt werden bestehende Hygienekonzepte permanent weiterentwickelt. Sind neue Einrichtungen geplant, berät der EAD die beteiligten Stellen und Personen, wie die notwendige Ausstattung beschaffen sein sollte. Die aktuelle Pandemie-Lage erfordert zudem flexible und zügige Reaktionen auf die sich ständig ändernden Anforderungen.

Die Kindertagesstätten sind in der Regel mit Stammpersonal besetzt. In Vertretungszeiten werden Beschäftigte aus dem Springerpool eingesetzt. Die Planung der Verteilung von Springerkräften in eine große organisatorische Herausforderung, denn jede Einrichtung hat ihre individuellen Merkmale. Das EAD-Konzept – so viele Standards wie nötig und so viele individuelle Lösungen wie möglich – hilft dabei, die Beschäftigten auf diese Herausforderungen vorzubereiten.

Da die Zahl an städtischen Einrichtungen in Darmstadt und die Zahl an Kindern in der Ganztagsbetreuung aller Voraussicht nach steigen wird, werden die hauswirtschaftlichen Leistungen des EAD auch künftig eine wichtige Rolle im Kitaalltag einnehmen.

Schlaglöcher, lose Gehwegplatten und vieles mehr gehören zum Arbeitsalltag der 25 Mitarbeiter in der Straßenunterhaltung des EAD. Sie beheben und bessern aus, was entweder eigene Kontrolleure oder Darmstädter Bürgerinnen und Bürger an Schäden bemerkt und gemeldet haben.

Die sogenannte Zustandsüberwachung ist zentral, um öffentliche Verkehrswege wie Fahrbahnen, Plätze, Geh- und Radwege instand zu halten. Dabei beurteilen zwei Kontrolleure die jeweilige Oberfläche nach ihrem Erscheinungsbild und notieren etwaige Schäden. Wie häufig eine Oberfläche kontrolliert wird, hängt beispielsweise bei einer Straße davon ab, in welche Kategorie sie fällt: Handelt es sich um eine Hauptverkehrs-, eine Verkehrs- und Sammelstraße, eine Wohnstraße oder um einen Feldweg? Hauptverkehrsstraßen etwa werden alle 14 Tage kontrolliert, Feldwege nur zweimal im Jahr.

Die Kontrollergebnisse werden mithilfe moderner Kommunikationstechnik und Software dokumentiert. Darauf aufbauend werden die Einsätze der Baukolonnen geplant, die ständig in Darmstadt im Einsatz sind, um Asphalt-, Beton-, Pflaster-, Platten-, Schotter- und Kiesarbeiten an den öffentlichen Verkehrsflächen auszuführen.

Vielfältige Aufgaben nehmen auch die Mitarbeiter des Bereichs Kanalbetrieb wahr: Sie inspizieren, reinigen und – wenn erforderlich – sanieren die ca. 455 Kilometer öffentlichen Kanäle in Darmstadt, zu denen Misch-, Regen- und Schmutzwasserkanäle gehören. Für die Spülung der Kanäle setzen sie Hochleistungsspülfahrzeuge ein. Verstopfungen, verursacht beispielsweise durch Wurzeln werden so entfernt.

Sie sind außerdem zuständig für die Rattenbekämpfung in der öffentlichen Kanalisation und die Reinigung der 12.000 Sinkkästen, d.h. Straßengullys in Darmstadt. Damit das Niederschlagswasser von den Straßen problemlos abfließen kann, entfernen die Mitarbeiter des EAD jährlich Splitt, Blätter, Zweige und andere Dinge, die sich immer wieder in den Sinkkästen ansammeln.

Weiterhin leeren sie die abflusslosen, d.h. nicht an die Kanalisation angeschlossenen Gruben und besorgen die Gewässerunterhaltung in Darmstadt. Gewässerunterhaltung bedeutet: An den ca. 101 Kilometer langen Gewässern im Gebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt führt der EAD gemäß Bundesnaturschutzgesetz Gehölz-, Bagger-, Schilf- und Mäharbeiten durch. Ist ein Gewässerquerschnitt verlandet, wird dieser wiederhergestellt, damit Niederschlagswasser abfließen und so Vernässungsschäden an Ackerflächen und Gebäuden vorgebeugt werden kann. Zur Gewässerunterhaltung gehört schließlich auch die Betriebsführung der Darmstädter Stauanlagen wie dem Großen Woog – bei dem beliebten Badesee handelt es sich nach Hessischem Wassergesetz nämlich um eine Talsperre.

Die Gebäudereinigung ist die jüngste Abteilung beim Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD). 2019 wurde sie aus der Abteilung "Einkauf, allgemeine Verwaltung, zentrale Gebäudedienste" ausgegliedert und als eigene Abteilung etabliert.

Die Anfänge der Abteilung Gebäudereinigung reichen in das Jahr 2005 zurück. Damals übernahm der EAD 27 Beschäftigte von der Stadt Darmstadt. Durch umfassende Schulungen einerseits und eine weitreichende Umstellung der Reinigungstechnik andererseits – weg vom Spaghetti-Mop, hin zum Breitwischbezug – konnten die Reinigungsleistung stetig verbessert und das Tätigkeitsgebiet ausgebaut werden.

Konkret: Seit 2008 reinigt der EAD gemeinsam mit externen Dienstleistern alle städtischen Schulen und seit 2010 alle städtischen Kindertagesstätten in Darmstadt. Hinzu kommen unter anderem die öffentlichen Toiletten, die Verwaltungsgebäude der Stadt und des EAD, der Zoo Vivarium, das Krematorium Waldfrieden, die Feuerwachen in Darmstadt, die Flüchtlingsunterkünfte, Jugendhäuser und Jugendzentren, das Wissenschafts- und Kongresszentrum, das Justus-Liebig-Haus inkl. Stadtbibliothek, den Ernst-Ludwig-Saal und die Centralstation.

Aktuell reinigen 150 Beschäftigte des EAD täglich 145 Objekte, davon 90 mit eigenem und 55 mit externem Reinigungspersonal. In der Sommerbadesaison kommen außerdem alle Freibäder in der Wissenschaftsstadt Darmstadt hinzu.

Als zusätzliche Leistung bietet die Gebäudereinigung seit 2015 die Graffitientfernung mit der Heißwasser-Hochdruck-Methode an, die viele Hauseigentümerinnen und -eigentümer in Darmstadt in Anspruch nehmen. Ebenfalls noch recht neu im Angebot: umweltfreundliche Komposttoiletten. Die nachhaltigen, absolut geruchsfreien und einfach zu handhabenden Komposttoiletten werden von der in Zürich ansässigen Firma Kompotoi produziert und haben ihren ersten Praxiseinsatz anlässlich des Darmstädter Weihnachtsmarktes 2019 erfolgreich bestanden.

Angesichts der aktuellen Pandemie-Lage arbeitet die Gebäudereinigung momentan vorrangig daran, die sich mitunter kurzfristig ändernden Anforderungen aus allen Bereichen hinsichtlich Reinigung und Hygiene zum Schutz der Gesundheit Aller zu erfüllen.

Der Darmstädter Tiergarten wurde 1956 als Schul-Vivarium in einem alten Gewächshaus der Stadtgärtnerei in der Orangerie gegründet. 1965 zog das Vivarium an seinen jetzigen Standort und im Laufe der Jahre bildete sich dort der heutige zoologische Garten heraus. Aktuell erstreckt sich der Zoo Vivarium über eine Fläche von 5 Hektar mit naturnah gestalteten Gehegen, Terrarien und Aquarien. In ihm leben rund 2000 einheimische und exotische Tiere in 200 Arten.

Zu den wichtigsten Aufgaben zoologischer Gärten gehört der Schutz bedrohter Arten und die Vermittlung von naturkundlichem Wissen. Die Teilnahme an zahlreichen nationalen und internationalen Zuchtprogrammen unterstreicht die Artenschutz-Arbeit in Darmstadts Zoo. So leben hier mehrere bedeutende Zuchtgruppen bedrohter Reptilien- und Säugetierarten. Bemerkenswerte Zuchterfolge haben den Zoo aus Südhessen über die Grenzen unseres Landes bekannt gemacht. So gelangen die Welterstzucht der Krokodilschwanz-Höckerechse und die Zoo-Welterstzucht des Kleinen Vasapapageien in Darmstadt.

Zur Wissensvermittlung bietet der Zoo Vivarium als zertifizierter Tiergarten mit Bildungssiegel eine große Vielfalt an Veranstaltungen an. Im außerschulischen Lernort "Zoo Vivarium Darmstadt" erleben die kleinen Gäste Biologie-Unterricht mit allen Sinnen – Sehen, Hören, Riechen und Berühren.

Tierhäuser, wie die Aquarien- und Terrarienhalle, das Tropen-, Schopfmakaken- und Binturong-Zwergotterhaus lassen selbst im Winter tropische Tiererlebnisse zu.