Ob Sportverletzungen oder Rückenleiden – bei Beschwerden dieser Art setzen viele Menschen auf Schmerzsalben und -gele. Für die Umwelt kann das jedoch erhebliche Folgen haben.
Nach Angaben des Umweltbundesamts gelangt der in diesen Arzneimitteln enthaltene Wirkstoff Diclofenac häufig ins Abwasser, da Nutzerinnen und Nutzer nach dem Auftragen meist unmittelbar Hände waschen. Viele Kläranlagen filtern Diclofenac mit den aktuell per Gesetz vorgeschriebenen Möglichkeiten der Abwasserbehandlung nicht vollständig heraus. Das führt dazu, dass Rückstände des Arzneimittels in die Umwelt gelangen und Tier- und Pflanzenwelt schaden können.
Allgemein ist nur die Menge zu nutzen, die in der Packungsbeilage genannt wird. Überschüssige Salbe sollte laut Umweltbundesamt zunächst mit einem Tuch abgewischt und dieses dann im Restabfall entsorgt werden. Erst danach sollten die Hände mit Wasser und Seife gewaschen werden.
Darüber hinaus hilft es, die betroffene Hautpartie erst nach ausreichender Einwirkzeit mit Wasser zu reinigen. Wahlweise kann zum Auftragen ein Einmal-Handschuh getragen und anschließend im Restabfall entsorgt werden.
Um auf die korrekte Verwendung von Schmerzsalben und -gelen hinzuweisen, hat das Dialogforum „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ eine Aufklärungskampagne gestartet. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der Webseite https://www.reines-ried.de/projekte/kampagnenmaterial-sensibilisierung-schmerzmittelsalben/

