Herrn Ilyas Bencheikh

Auszubildender als Fachkraft für Lagerlogistik im 1. Lehrjahr

In der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik lernt man die Warenannahme und die Warenüberprüfung kennen. Es werden Reklamationen bearbeitet sowie die Rücksendung von fehlerhaften Waren. Außerdem lernt man den Warenausgang kennen, insbesondere die Kommissionierung sowie die Ausgabe und Verteilung der Lagermaterialien. Ebenso dazu gehört die Überwachung des Lagerbestands und die Unterstützung bei der Inventur. Während der Ausbildung erwirbt man die Erlaubnis für die Nutzung von Flurförderfahrzeugen.

EAD:
Für welche Ausbildung hast du dich im EAD entschieden und warum?

Herr Bencheikh:
Ich habe mich für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik entschieden, weil mir die Vielfalt der Aufgaben sehr gut gefällt. Die Mischung aus Büroarbeit und praktischer Tätigkeit im Lager, wie zum Beispiel das Fahren eines Gabelstaplers, ist für mich ideal.
Ich komme aus Marokko und war dort über die Arbeitsagentur auf der Suche nach einer passenden Ausbildung für mich. Die Anzeige des EAD hat mich sofort angesprochen, sodass ich mich anschließend intensiver über das Unternehmen informiert habe. '
Ein wichtiger Grund dafür, meine Ausbildung in Deutschland zu machen, war mein Wunsch nach Selbstständigkeit. In Marokko lebt man während der zweijährigen Ausbildung in der Regel weiterhin bei seinen Eltern. Mir war es jedoch wichtig, mein Leben eigenständig zu finanzieren und auf eigenen Beinen zu stehen.
Der EAD hat mich dabei sehr unterstützt, besonders bei der Wohnungssuche in Deutschland. Das hat mir den Start hier deutlich erleichtert.

EAD:
Was sind die wesentlichen Inhalte deiner Ausbildung?

Herr Bencheikh:
Im ersten Lehrjahr habe ich sowohl den Staplerschein, als auch den Kranschein erworben. Beide Scheine wurden mir vom EAD ermöglicht und finanziert. Außerdem habe ich praktische Erfahrungen in der Wareneingangskontrolle und im Warenausgang gesammelt und war zusätzlich an der Inventur beteiligt.

EAD:
Was macht den EAD zu einem guten Ausbildungsbetrieb?

Herr Bencheikh:
Mir gefällt bisher wirklich alles gut. Meine Kollegen unterstützen mich jederzeit dabei, Neues zu lernen, und auch von meinem Vorgesetzten werde ich hervorragend begleitet. Dadurch habe ich mich von Anfang an sehr gut aufgenommen gefühlt.
Es gibt regelmäßig Schulungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Chance, den Ersthelfer zu machen. Dabei lernt man viel zusätzliches Wissen, das über den Alltag hinausgeht. Das kostenfreie Jobticket ist für mich ebenfalls ein großer Vorteil, da ich noch keinen deutschen Führerschein habe.
Außerdem besteht die Möglichkeit, nach der Ausbildung übernommen zu werden, was mir zusätzliche Sicherheit gibt. Sehr positiv finde ich auch die verschiedenen Events, wie die erste Ausbildungswoche, die Azubi-Workshops oder das Sommerfest, sie tragen viel dazu bei, dass man sich schnell wohlfühlt.

EAD:
Welche Pläne hast du nach der Ausbildung?

Herr Bencheikh:
Nach meiner Ausbildung möchte ich gerne im EAD bleiben und als fester Mitarbeiter im Bereich Lagerlogistik arbeiten. Für die Zukunft kann ich mir außerdem gut vorstellen, eine Weiterbildung zu machen. Wenn es eine Position gibt, für die ich mich qualifizieren kann, bin ich dafür auf jeden Fall offen.

EAD:
Was würdest du einem neuen Azubi mit auf den Weg geben?

Herr Bencheikh:
Man sollte viel nachfragen, um möglichst viel zu lernen. Außerdem ist es wichtig, die Kollegen respektvoll zu behandeln, damit ein guter Umgang miteinander entsteht. Auch verantwortungsbewusstes Handeln, die eigenen Aufgaben ernst nehmen und sorgfältig arbeiten, ist entscheidend, um das Team bestmöglich zu unterstützen.

EAD:
Wieso hast du dich dazu entschieden genau nach Deutschland auszuwandern? Kam auch ein anderes Land für dich in Frage?

Herr Bencheikh:
Meine erste Wahl war mein Heimatland Marokko, aber da die Ausbildung dort unbezahlt ist und diese nur Theorieunterricht beinhaltet, habe ich dann über ein anderes Land nachgedacht. Zunächst kam mir noch Spanien in den Sinn, allerdings ist hier die Aufnahme mit dem Visum erschwert gewesen. Somit habe ich mich schließlich für die Ausbildung in Deutschland entschieden.

EAD:
Wie hast du so schnell die deutsche Sprache gelernt? Hast du bereits in Marokko einen Deutschkurs besucht?

Herr Bencheikh:
Ich habe einen Deutschkurs in Marokko besucht und die Prüfung für das Niveau B2 abgelegt. Ich habe dann privat immer weiter gelernt, um die Sprache beizubehalten. Als ich im EAD meine Ausbildung begonnen habe, gab es nochmal einen Deutschkurs intern. Gerne würde ich hier in Deutschland noch die Prüfung für C1 ablegen.

EAD:
Hast du dich in Deutschland und besonders in Darmstadt gut zurechtgefunden?

Herr Bencheikh:
Am Anfang war es schwierig für mich alleine zu wohnen, da ich vorher 20 Jahre bei meinen Eltern gewohnt habe, aber ich habe mich relativ gut und schnell zurechtgefunden und eingelebt.

EAD:
Wie waren deine ersten Wochen und Monate in Deutschland?

Herr Bencheikh:
Ich habe die ersten Wochen viele organisatorische Sachen erledigt, wie die Anmeldung beim Bürgeramt, meinen Mietvertrag für die Wohnung unterschrieben, mein eigenes Bankkonto eröffnet und meine Wohnung eingerichtet. Ich habe zum Glück eine bereits möblierte Wohnung bekommen, die ich dann bis zum Ende meiner Ausbildungszeit beziehen darf. Ich habe mir anfangs viel durch Spaziergänge die Umgebung angeschaut und dann nach einer Woche war meine Einschulung in der Berufsschule und danach die Azubi Willkommenswoche im EAD, sodass ich meine Ausbildung starten konnte.

EAD:
Was waren die größten Umstellungen oder Herausforderungen beim Einleben?

Herr Bencheikh:
Ich wusste es schon, dass es schwierig wird, aber ich hatte keine besonders große Herausforderung, außer die Umgewöhnung nach der Arbeit noch meinen eigenen Haushalt zu machen.