Rubrikbild Abfälle von A bis Z

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Alphabetischer Ratgeber

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Asbest

Abfallart
Asbestzement / Hartasbest:
Eternit-Dachplatten, Fußbodenplatten, Fassadenplatten, Rohre, Formstücke wie Blumenkästen etc. mit fest eingebundenen Asbestfasern (Asbestanteil kleiner 15 Prozent)
Spritzasbest / Weichasbestzement:
Spritzputz, Isolier- oder Dämmmatten, Brandschutzplatten, Dichtringe, Dichtschnüre, Kabelabschottungen und so weiter mit leicht freiwerdenden Asbestfasern (Asbestanteil über 60 Prozent)

Herkunft
Darmstädter Privathaushalte, andere Herkunftsbereiche

Sammlung
Hartasbest:
Kleinmengen aus Darmstadt: Sonderabfall-Sammelstelle beim EAD,
Klein- und Großmengen: Deponie Büttelborn,
Selbstanlieferung oder entgeltpflichtiger Containerdienst des EAD
Weichasbest:
nur über zugelassene Spezialfirmen mit Sachkunde nach TRGS 519

Auskunft beim EAD
Service-Telefon


Entsorgung
gesetzliche Andienungspflicht an die HIM GmbH, HIM weist Deponie zu (zum Beispiel Deponie Büttelborn)

Preise/Gebühren
Hartasbest:
0,40 € pro Kilogramm bei der Sonderabfall-Sammelstelle,
auf Anfrage bei der Deponie Büttelborn (Telefon 0 61 52/71 19 12)
beziehungsweise bei der HIM GmbH (Telefon 0 62 58/8 95-0)

Gefahrenzeichen GesundheitsschädlichHinweis
Asbest kann Krebs erregen!
Beim Bruch oder bei der Verwitterung von Hartasbest werden feinste, lungengängige, nadelförmige Fasern freigesetzt, die nach Einatmung tödliche Krankheiten verursachen können. Bei Weichasbest genügen für die Freisetzung schon Luftbewegungen.
Gesundheitsgefahren: Asbestose, Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, bösartige Rippen- und Bauchfelltumore.

Asbest ist daher ein besonders überwachungsbedürftiger, gefährlicher Sonderabfall, der unter Beachtung spezieller Sicherheitsvorkehrungen beseitigt werden muss. Nur Fachfirmen mit sachkundigen Mitarbeitern und der erforderlichen technischen Schutzausrüstung sowie Ausstattung dürfen asbesthaltige Baukörper sanieren, transportieren und entsorgen (Sachkunde nach TRGS 519, Transportgenehmigung).

Voraussetzung
staubdichte Verpackung der Asbestabfälle in

  • Kunststoffgewebesäcke (Big Bags, im Baumarkt erhältlich) oder
  • 0,3 Millimeter starke, reißfeste Kunststoff-Folie (beim Dachdeckerbedarf im Handel erhältlich),

Verpackung mit Textilklebeband zukleben, damit beim Transport keine Stäube entweichen können.

Gebotszeichen für Atemschutz, Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und SchutzschuheTipp
Abbrucharbeiten an asbesthaltigen Baukörpern bitte nie selber durchführen, sondern zugelassene Fachfirma beauftragen.
Kleine Einzelteile (zum Beispiel Balkonkasten, Eternitplatte) können auch selbst entsorgt werden: mit Wasser gut anfeuchten, in stabilen Kunststoff-Sack verpacken, Sack fest zubinden oder zukleben und bei der Sonderabfall-Sammelstelle beim EAD anliefern.
Schutzmassnahmen: Atemschutzmaske mit P3-Partikelfilter, Einmalschutzanzug, Handschuhe und Sicherheitsschuhe tragen.
Asbestabfälle behutsam behandeln, nie werfen, schütten oder durch mechanische Einwirkungen beschädigen, damit keine Stäube frei werden.

Gesundheits- und Umweltschutz
Einhaltung der gesetzlich geforderten Sicherheitsvorkehrungen verhindert die Freisetzung von Asbeststäuben, die anderenfalls die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden.

Extraservice
Der EAD besitzt die Sachkunde für den Umgang mit Hartasbest und bietet die ordnungsgemäße Verpackung und Beseitigung von Hartasbest-Abfällen an (Angebot auf Anfrage).


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Abfallkalender und Infomail

Abfuhrtermine und die Anmeldung zum kostenfreien Infomail finden Sie in der Entsorgungsdatenbank.

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